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Call for Papers: Intersektionalitätsperspektiven in der Diversitätsforschung

10.02.2017


Fachtagung und wissenschaftliches Vernetzungstreffen der Diversity-Forschenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz am 13. und 14. September 2017 sowie Diversity-Forschungswerkstatt für Promovierende am 12. September 2017 an der Georg-August-Universität Göttingen.

Das diesjährige Diversity-Netzwerktreffen rückt das Thema „Intersektionalitätsperspektiven in der Diversitätsforschung“ in den Fokus. Wir freuen uns über Einreichungen! Diversität bzw. diversity ist in den letzten Jahren im deutschsprachigen Raum zu einem Schlüsselbegriff in Debatten über die Organisation von Unternehmen, Schulen und Hochschulen, Verwaltung und Politik, sowie in Bezug auf Migrationsprozesse avanciert. Vielen erscheint Intersektionalität als eine analytisch nützliche Perspektive in der Diversitätsforschung, um Differenzen und damit auch soziale Ungleichheiten zu beschreiben. Dabei werden Dimensionen wie Race, Class, Gender, ethnische Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexuelle Identität oder soziale Herkunft fokussiert, entlang derer sich Ein- und Ausschlussprozesse vollziehen. Wie sich indes das Verhältnis von Perspektiven der Intersektionalitätsforschung in der bzw. und der Diversitätsforschung genau ausbuchstabieren lässt, ist unklar. Noch unklarer ist, was es genau bedeutet Diversitätsforschung zu betreiben, die intersektionalen Perspektiven gerecht wird (u.a. Walgenbach 2014). Folgende Fragen sind für die Diskussion zentral:

  • Welche Dimensionen von Vielfalt sind wann, wie und wo für wen von Gewicht?
  • Wie können komplexe Verflechtungen unterschiedlicher Dimensionen adäquat im Forschungsprozess berücksichtigt werden?
  • Auf welcher Forschungsebene wird der Gegenstand im Forschungsfeld fokussiert?

Von Interesse ist hierbei, wie diese analytischen Leitfragen in unterschiedlichen Forschungsfeldern aus u.a. sozialwissenschaftlicher, wirtschaftswissenschaftlicher, erziehungswissenschaftlicher, geistes- wie kulturwissenschaftlicher Perspektiven bearbeitet werden. Ziel der Tagung ist es, einen Raum zu schaffen, der einen inter- und transdisziplinären Austausch ermöglicht, um nicht zuletzt Brücken für Forschungskooperationen und -projekte der Diversitätsforschenden im deutschsprachigen Raum zu bauen. Dabei sind folgende Untersuchungsfelder besonders wichtig, um nach den „Intersektionalitätsperspektiven in der Diversitätsforschung“ zu fragen:

  • Bildung & Diversity
  • Biodiversität & soziale Diversität
  • Migration(sbewegungen) & Diversity
  • Care & Diversity 
  • Wirtschaft, Arbeit & Diversity
  • Recht & Diversity 
  • Wissen & Diversity 

Sowohl zu den zwei Fachtagen (13. und 14. September 2017) als auch zur Diversity- Forschungswerkstatt für Promovierende (12. September 2017) laden wir Sie herzlich ein, uns Abstracts zu senden.

Folgende Formate sind vorgesehen:

  • Einzelvorträge: Hierfür sind Abstracts (max. 300 Wörter) einzureichen.
  • Workshops und Ad-Hoc-Gruppen werden mit einem Abstract (max. 500 Wörter) eingereicht, das das Thema/die gemeinsame Fragestellung und bei Ad-hoc-Gruppen 2-3 Vortragende nennt.
  • Paper Development Workshop: Eingereicht werden können fortgeschrittene Manuskripte (max. 8.000 Wörter). Diese Manuskripte werden von den Teilnehmenden im Workshop kommentiert. Ziel ist, dass die/der Verfasser_in nützliche Hinweise erhält, um das eigene Manuskript weiterzuentwickeln.
  • Posterpräsentationen: Teilnehmende der moderierten Postersession erhalten die Gelegenheit zur Präsentation laufender Forschungsprojekte. Dafür wird eine max. einseitige Skizze des Projektvorhabens eingereicht.
  • Promovierenden-Forschungswerkstatt: Bis zu 20 Promovierende diskutieren eigene laufende Dissertationsvorhaben. Für die Bewerbung reichen Sie ein Abstract (max. 800 Wörter) ein. Bei Annahme des Abstracts werden die Promovierenden aufgefordert bis zum 15. Juli 2017 ein Kurzexposé von 1-2 Seiten einzureichen. Dr. Astrid Biele Mefebue (Göttingen), Prof. Dr. Andrea D. Bührmann (Göttingen) und Prof. Dr. Sabine Grenz (Wien) stehen den Teilnehmenden mit ihrer Expertise zur Seite.

Einsendeschluss für Beitragsvorschläge zu allen Formaten ist der 15. März 2017 (Diversity- Netzwerktreffen2017@sowi.uni-goettingen.de). Die Teilnehmenden werden Anfang Mai 2017 über die Auswahlentscheidung des Programmkomitees informiert. Angenommene Promovierende müssen bis zum 15. Juli 2017 ihr erweitertes Forschungsexposé einreichen.

Organisationsteam Veranstalterinnen: Astrid Biele Mefebue, Andrea D. Bührmann // Programmkomitee: Astrid Biele Mefebue, Elena Buck, Andrea D. Bührmann, Sabine Grenz, Doris Hayn, Marian Laubner, Doreen Müller, Eva Tolasch // Koordination: Eva Tolasch

Wir freuen uns darauf, Sie am Institut für Diversitätsforschung an der Georg-August-Universität zu begrüßen! Bei Fragen melden Sie sich gern via Email: Diversity-Netzwerktreffen2017@sowi.unigoettingen.de